doris baum malerei

"Die unheilige Maria von Görlitz", 11. Oktober 2014, Bild-Zeitung Sachsen

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 Nackt frivol vulgär eine Malerin provoziert mit Madonnenbildern Die unheilige Maria von Görlitz       Von L. Schlitter

Görlitz- eine Frau zeigt den Stinkefinger, präsentiert in Billig-Dessous ihre Problemzonen, räkelt sich lüstern. Dagegen ist an sich nichts zu sagen. Aber wenn es Maria, die "Mutter Gottes" sein soll? Rund 40 Oelgemälde sind derzeit in der Kunstausstellung "Maria anno 2014" im Görlitzer Landgericht zu sehen. Gemalt hat sie die Görlitzer Künstlerin Doris Baum (51). Sie studierte an der Akademie der Künste Nürnberg, war sogar Meisterschülerin. Ihre Bilder dürften zumindest streng religiöse Menschen provozieren. Nicht nur, dass Doris baum die üblicherweise engelsgleiche Jungfrau Maria als alternde, halb nackte Frau mit Falten und Cellulitis darstellt. Sie macht aus der heiligen Dreifaltigkeit (Vater, Sohn, heiliger Geist) eine wolluestige Frau die uns den Stinkefinger zeigt. Das Ganze nennt sie "Trinitas Mariae". Auf einem anderen Bild begegnen sich Tanga und Heiligenschein.... Will die Malerin religiöse Gefühle verletzen? Keineswegs! Doris Baum:" als emanzipiert äh, zeitgenössische Frau möchte ich Gleichberechtigung der Frau in der Kunst darstellen. Darum wechsle ich auch gern die Geschlechter in meinen Werken. Ich will die leute zur Diskussion anregen. Und wer meine Bilder nicht sehen will, der muss ja nicht hinschauen." Von der Kirche war zum Thema nichts zu erfahren. Hat man dort etwa ein Schweigegelübde abgelegt? Lediglich der Görlitzer Bischof Wolfgang Ipolt ( 60) spricht öffentlich - und das diplomatisch:"Ich möchte mich zu diesen Bildern nicht äußern, um ihnen keine Bedeutung zu geben, die sie nicht haben sollten". Armen.